Dystopie

Für den Fall, dass sich jemand fragt, wo ich bin. Hier. In meiner selbst gewählten Belanglosigkeit. Rosa Zombies haben mein Gehirn gefressen.

Ausrutscher

Irgendwo hat Körper scheinbar doch noch ein einsames Hormon gefunden und rotzt mir heutefrüh tatsächlich meinen Zyklus Extended Version vor die Füße.
Die biologische Notwendigkeit verstehe ich nach wie vor nicht und das Timing. Nunja. Gebrauchen kann mans eh nie.
Rosa jedenfalls hält es für persönliches Versagen. Und was soll ich sagen, I feel you.

Zielbild

Am Rande des Abgrunds sind noch Plätze frei, also setze ich mich und baumle mit den Füßen im Dunkel. Nur noch ein Hauch trennt mich von einer Panikattacke, die wühlend und brüllend knapp an der Wahrnehmungsgrenze kratzt. Ich halte mir Augen und Ohren zu – seh ich dich nicht, siehst du mich nicht. Erstaunlicherweise funktioniert es, was kaum weniger beängstigend und nicht besonders zukunftsorientiert ist. Körper würde außerordentlich gerne einfach loslassen, sich überschwemmen und zermalmen lassen von dem, was dort droht, aber ich lasse ihn nicht – allein schon aus dem absoluten Unverständnis heraus, dass erst 2/3 des Weges geschafft sind und er sich schon anstellt, als wären wir am Ziel. So nicht, mein Lieber. Wir waren schon ganz woanders, also bilde dir nicht ein, jetzt schon einknicken zu dürfen.

Augenwischerei

Die Wahrheit blickt mich heutefrüh im Spiegel an und wenn ich nicht ziemlich sicher nicht gestern in eine Rauferei verwickelt gewesen wäre, könnte selbst ich die Ringe unter meinen Augen für Veilchen halten.
Dabei liegt keine durchzechte Nacht hinter mir, sondern bloß eine hungrige. Wieder mal, und deutlich zu häufig vorkommend in letzter Zeit.
Ab morgen – vielleicht.

Ausgedacht

Irgendwann im Laufe des Tages muss ich einen Tab geöffnet haben, der sich aufgehängt hat und jetzt geht er nicht mehr zu und mir auf den Keks.
Das Beste Mittel gegen solche Überflüssigkeiten wie Gefühle ist ja Konsum. Ablenkung. Wenn das gerade nicht per Arbeit, Sport oder anderweitiger mehr oder weniger körperaktiver Beschäftigung geht, ist Hunger und Essensplanung sehr willkommen, aber wenn das alles hübsch routiniert abgearbeitet ist, bleibt nur … °boingboingboing°

Und da endet mein gestern begonnener Blogpost, weil Schwarz samt ihrer Kreativität gemeinsam mit meiner Konzentration unter einem Bällebad – in eine Hüpfburg geschüttet – untergeht. Es war wohl etwas zu viel Koffein.
Aber weil ja heute immer noch Wochenende ist und damit mein Tagesplan dem gestrigen doch sehr ähnelt – gammeln, bitte nicht denken und noch viel weniger was fühlen – mache ich heute weiter. Mit weniger Koffein und dennoch erschreckend eingeschränktem Denkvermögen.

…, bleibt nur YouTube. Ich konsumiere munter Sinnlosigkeiten vor mich hin und warte darauf, dass der Tag vorüber geht. Aber der Tab ist immer noch offen. Und nervt. Weil da irgendetwas ist, was gedacht werden will, aber ich werfe einfach so viel Input in mich hinein, dass Ratio nicht dazu kommt, sich mal näher damit zu beschäftigen.

Autolyse

Ein Großteil meiner Synapsen befindet sich in einem äußerst entspannten Zustand des Dämmerschlafs, in den sie sich wenige Tage nach Urlaubsbeginn begeben haben. Ich frage mich zwar manchmal, ob sie je wieder aufwachen oder längst abgestorben sind, aber es sind insgesamt einfach zu wenige wach, um mir ernsthaft darüber Sorgen zu machen.
Denken?! Nö. Is grad aus. Meine exzessive Youtube- & Netflix-Nutzung – sorry, falls ich euch alles weggucke, aber ich hab frei – stellt GsD keine allzu großen intellektuellen Anforderungen und beim Sport und Spazieren kann ich wunderbar gemeinsam mit Rosa ums Essen kreisen.
Von Selbiger bin ich übrigens überzeugt, dass sie bereits vor einiger Zeit viele kleine feine Löcher in mein Gehirn gefressen hat, weil das auch in eingeschaltetem Zustand nicht mehr so denkt wie °vor° Rosa. Aber dumme Menschen sind glücklicher, habe ich gehört, also darf sie weiterfressen.

Und sonst so? Meine Synapsen gähnen, zucken mit den Schultern und verweisen auf °nichts°