Moonfall

Physi(kali)scher Blödsinn, aber nett zum oschaun.
Rede ich mir ein, auch wenn es nackig wieder mal nicht stimmt, zumindest von hinten. Versuche, strong den neuen heißen Scheiß sein zu lassen, scheitern nicht nur an Rosa, sondern auch an mir und meiner Wollen-Lähmung.
Etwas streift mich, während ich im mentalen Tiefflug vor mich hin dümpel, aber es ist mir deutlich zu anstrengend, den Kopf zu heben und nachzuschauen, was es gewesen sein könnte. Außerdem ist Feierabend, spaziert ist auch, was soll’s also.
Vermutlich nur eine Lästigkeit. So wie leben halt.

Pulsar

Die Welt ist aus- und ich eingesperrt. Ich bin auf der Suche nach Gründen, um weiterzumachen, egal in welche Richtung, aber mein Kompass ist kaputt. Rosa hält ihm einen Magneten vor die Nase und ich folge ihm blind, trotz nahezu angstvoll geweiteter Augen, weil es mir angesichts der Alternativen alternativlos erscheint.
Ich weiß, wo es endet, doch es ist mir egal. Es ist das Leben, was Angst macht.

Dystopie

Für den Fall, dass sich jemand fragt, wo ich bin. Hier. In meiner selbst gewählten Belanglosigkeit. Rosa Zombies haben mein Gehirn gefressen.

Symbiont

Wären meine Neuronen nicht etwas mangelernährt, könnte das vermutlich ein recht schicker Wortsalat werden. Ich fürchte aber eher, dass es am Ende eher wie ich aussieht – irgendwie zerrieben.
Körper und ich sind uns gerade deutlich einiger als Rosa und ich, was schon, sagen wir, mindestens merkwürdig ist. Ich habe zwar noch etwas Puffer im Vergleich zur präklinischen Zeit, aber a) nicht besonders viel und b) war meine Kalorienbilanz nie niedriger als in den letzten – zu vielen – Wochen. Das rächt sich. So sehr, dass nun eben jene Überlagerung von Körpers und meinen Interessen ziemlich genau im Gleichgewicht zu jenen von Rosa und mir stehen und ich nun immerhin schon seit gestern täglich eine winzigkleine Zwischenmahlzeit in unsere Seite der Waagschale werfen konnte.

°Focus on the weight you lift, not on the weight you lose°

Inszenierung

Wenn ich mich abends ausziehe und zu dem werde, was ich behaupte, nicht zu sein, fühlt sich der Rest meines Tages an, wie ein Film.
Orange spielt eine der Hauptrollen, glänzt vor sich hin und glaubt erstaunlicherweise, was sie da so von sich gibt. Andere auch, die sich durch ihr abgeklärtes Auftreten überzeugen lassen und mit glauben.
In der zweiten Hauptrolle mein funktionierendes Alltags-Ich. Auch das erzählt überzeugt von Dingen – glaubt sie aber im Gegensatz zu Orange nicht daran, sondern lügt einfach munter vor sich hin. Weniger abgeklärt, aber scheinbar dennoch leidlich überzeugend.
Rosa? Suffliert dann am Abend den unausgesprochen Subtext, der mein eigentliches Handeln bestimmt.