Schatten


Dass am Anfang der Woche neben dem Muskel- auch ein Hirnrelaxans in meine Körperchemie eingreift, fühlt sich abseits von °fluff° ausnehmend beschissen an, weil ich nicht nur meinen halben ersten Urlaubstag in geistiger Umnachtung verbringe, sondern auch das zu oft zu ausgereizte Vertrauen von Schatz zerknülle und in eine Ecke schmeiße, die es nicht verdient. Weder die Ecke, noch das Vertrauen – geschweige denn, Schatz.
Ratio weint ein bisschen und die Tsunami-Ausflucht glaube ich angesichts parasitärer Grundgedanken nicht einmal selbst.

Den heutigen Tag verbringen wir – nach getaner Vorbereitung zur fachgerechten Beobachtung und Dokumentation der geweissagten nebst alltäglich üblichen Sonnenverdunkelung durch den selbst bewohnten wie lunaren Himmelskörper – in Wartestellung, was der Parasit zum Anlass nimmt, weitschweifige Fantasien und Wünsche Forderungen zu teilen. Nur mit mir, versteht sich, aber Ratio ist mindestens genauso penetrant und beharrt auf ihr mein Recht, das anstehende Phänomen nüchtern zu betrachten. Nüchtern betrachtet phänomenal. Ich lache später.

Persistenz

Es ist fucking acht Tage her, dass ich das letzte Mal beim Sport war, also stand da noch eine 23 am Datumsende. Und nein, das ist keinem beknackten Neujahrsvorsatz geschuldet, sondern einer hartnäckigen Erkältung, die mich erwischt hat, nachdem ich Raus aus dem Teich bin – nicht im eisbadenden, sondern im cineastischen Sinne. Fuck. Nochmal.
Möglicherweise war Psyche an der finalen Ausprägung nicht ganz unschuldig, weil ich aus purer Doofheit rund 5 Jahre Handyfotos einfach mal gelöscht habe – das meiste davon unwiederbringlich. Zwar sind die wirklich guten Fotos immer mit der DSLR entstanden und noch brav da, wo sie sein sollen, aber alles in allem war es wohl ein kleines bisschen viel in letzter Zeit. Mein innerer Sheldon ist jedenfalls gerade nicht sonderlich ausgeglichen und wäre auch mit nur einer der anderen, geplanten Änderungen schon unzufrieden gewesen.
Mit etwas Glück habe ich auf diese Weise immerhin die erste Schwemme an Vorsätzen im Studio verpasst, wenn ich morgen erstmalig im neuen Jahr dort aufschlage und schaue, was von meinen Muskeln übrig ist und den Neujahrskater damit wohl deutlich anders interpretiere, als andere.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die wenig professionelle Wiederherstellung der verlorenen Pixel immerhin offenbar die gesamte Galerie von Rosa beinhaltet, was wir beide sehr feiern und sie ein bisschen ablenkt vom dem Umstand, dass Körper die vergangenen Tage ziemlich wundervoll fand.