Phonk

Dass es aktuell eine halbe Tavor braucht, um meinen cerebralen Status auf ein Normal runterzuregeln und Körper sich scheinbar weiterhin in akuter Lebensgefahr wähnt, so er schwanger würde und daher ja schon wieder seit nun fast 3 Monaten Vorkehrungen zur Verhinderung einer solchen trifft – er könnte auch einfach mal die als mehrdeutig anzusehende Sterilität genauer ansehen, aber nu – zwingt mich dann doch ein wenig zum Nachdenken.
Also denke ich jetzt, verstehe aber mein Problem nicht. Was natürlich nicht heißt, dass da ein:e Dritte:r mal draufgucken darf. Aus Gründen.
Welche? Muss ich mir noch ausdenken.

Koordinaten

Ich bin müder, als ich es eigentlich sein sollte nach dem heutigen Tag (ähm,ja…) und fühle mich haltlos.
Es schmeißt mich ein bisschen, so von °ohwiegeilwirsindfrei° nach °undjetzt?!(Grillenzirpen)° und wieder zurück – Planlosigkeit bekommt mir nicht gut. Das zu wissen, hilft mir allerdings gerade auch nicht weiter.
Ich brauche ein Projekt.

Rudimente

Sie hat Geburtstag, also rufe ich meine Mutter ausnahmsweise ohne vorige Verabredung per WhatsApp an. Ich weiß nicht, wann sie mich das letzte Mal unverabredet angerufen hat. Jedenfalls nicht zu meinem Geburtstag, da bekam ich eine WhatsApp. Und an dem davor. Und davor…

Eine Belanglosigkeit folgt der nächsten – nur, dass sie im Juni doch ihren geplanten Urlaub in der Ferienwohnung nicht weit entfernt antreten können, enttäuscht mich dann doch. Direkte soziale Interaktion. „Oh, schön!“, sage ich, und finde es ätzend. Und dann, als ich mich schon fast sicher wähne: „Die Hauptsache ist ja, dass du nicht noch weiter abnimmst. Und du hast ja inzwischen begriffen, dass das nix ist.“
Ich kann meine Augen garnicht so weit verdrehen, wie ich es möchte. „Mhm“, nuschle ich und will sie anschreien, dass es sowas von nicht um meinen Körper und um Butter im Essen geht. Zumindest nicht nur.

Gefühlte zwei Stunden später bin ich erstaunt, dass es angeblich nur 35 Minuten waren. Mein Telefon lügt.

08.05.2020

Zwischen den Zeilen liegen Tonnen von Worten, schwer wie Blei

28.10.2020

Ich sperre die Welt aus und mich ein.

29.03.2021

Was der Parasit und Rosa mit Sex zu tun haben? Alles und Nichts.
Ja, so hab ich am Anfang auch geschaut.

23.10.2021

Der Mann den ich liebe ist der Mann, den ich schütteln will und anschreien, er soll sich gefälligst zusammen reißen, aber weil ich weiß, dass er eine Depression und PTBS hat, zerreißt es mich, weil ich weiß, dass er es nicht kann. Ich träume vom Hausmeister und von Lucifer und fühle mich großartig und grauenvoll deswegen.

28.01.2022

Wir müssen reden. Ohne dass ein konkretes Wir gesetzt wäre; ist variabel zu befüllen – Schatz und ich, EgoStates und ich, Chef und ich, Leser:innen und ich. Aus Gründen. Ich weiß nur noch nicht, aus welchen.
Rosa – die ohne

03.03.2022

Etwas Rotes hat sich irgendwie in meine neutrale Wäsche gemogelt und jetzt ist alles einfach nur noch Rosa.

27.03.2022

Morast

Der See, der scheinbar so grundlos in meinem Innern vor sich hin existiert, schwappt düster und eisig über mir zusammen, nur kurz nachdem ich den Kopf für den Bruchteil eines Atemzugs an die Oberfläche bringen konnte.
Mein Mund wird instantly taub und ich schlucke Brackwasser. Nicht Husten.

Ich schrecke hoch, weil ich keine Luft bekomme. Der grundlose See in meinem Innern existiert weiter vor sich hin, als sei nichts gewesen. Ich stehe auf – zu schnell wohl, kann ich doch nur durch Vorwärtsbewegung verhindern, umzufallen.

Ich fühle mich lost.

Hüllenlos

Vielleicht war es absehbar, betrachtet man die Tatsache, dass ich den ersten Abend vor der Wiedereingliederung mit missbräuchlichem Medikamentenkonsum ins Bett gehe. Anders scheint es mir unmöglich, in der Nacht vor der anstehenden 4-Tage-Woche mit Pause am Mittwoch auch nur ein Auge zuzumachen.
Jedenfalls dämmert mir nicht erst seit der Notwendigkeit einer halben Tavor am gestrigen Abend (nach einem 2-Stunden-Arbeits-und-den-Rest-des-Tages-skillen-müssen-wie-blöd-Tag), dass es möglicherweise noch nicht funktioniert.
Fragen wir nächste Woche mal Herrn Hausarzt, wie er das Ganze einschätzt.

Konnotation

Etwas jagt mich. Hetzt mich durch einen Wald, dessen Dunkelheit sich nicht durch die reine Abwesenheit von Licht erklären lässt. Finsternis nistet in allen Verstecken und breitet sich aus wie ein Myzel.
Ich weiß nicht, ob ich mit offenen oder geschlossenen Augen durch das Dickicht stolpere, denn es scheint keinen Unterschied zu geben. Beides ist schwarz, beides ist gefährlich.
Ich suche etwas, ohne genau zu wissen, was es eigentlich genau ist und renne dabei immer wieder gegen Bäume, die Eins sind mit der Finsternis.
Es jagt mich.