Dystopie

Für den Fall, dass sich jemand fragt, wo ich bin. Hier. In meiner selbst gewählten Belanglosigkeit. Rosa Zombies haben mein Gehirn gefressen.

Unwucht

Ich frag mich manchmal echt, wo Orange ihr Selbstbewusstsein hernimmt. Rockt die Arbeit, glänzt vorm Chef und bildet sich auch noch ein, an dem ganzen Scheiß zu wachsen.
Wo immer sie es bei Feierabend wegschließt, ich habe keine Ahnung – und keinen Schlüssel.
Mein Plan funktioniert jedenfalls ganz hervorragend und irgendwie freue ich mich fast noch mehr als Rosa, Chef bald mal wieder persönlich über den Weg zu schweben und meinen bisherigen Erfolg zu demonstrieren.
Und da ist ja dann die Leichtigkeit der bald anstehenden zwei Wochen °sturmfrei° noch nicht mit eingerechnet.
Ein Traum. Nicht.

Kokon

Kann man Flashbacks voll mit Nichts haben? Oder ist es mehr der Moment des Erinnerns an Nichts in den Sekunden danach, die zwischen °am Schrank festhalten° und °auf dem Fußboden aufwachen° lagen? Seit jenem Donnerstag vor 1 1/2 Wochen finde ich mich jedenfalls mehrfach täglich in diesem Nichts wieder – und finde es großartig.
Ein Nichts, (in) dem einfach alles egal ist, weil es halt Nichts ist – finster und gleißend hell zugleich. Heiß und kalt. Nichts und großartig.
Was anderen in letzter Konsequenz grauenerregend erscheint, wird mein sicherer letzter Hafen.

Ich mag keine Kopfstöße verteilen. Aber noch viel weniger will ich gerade gesund werden. Ich kuschle mich zu Rosa und lasse die Welt passieren.

Zielbild

Am Rande des Abgrunds sind noch Plätze frei, also setze ich mich und baumle mit den Füßen im Dunkel. Nur noch ein Hauch trennt mich von einer Panikattacke, die wühlend und brüllend knapp an der Wahrnehmungsgrenze kratzt. Ich halte mir Augen und Ohren zu – seh ich dich nicht, siehst du mich nicht. Erstaunlicherweise funktioniert es, was kaum weniger beängstigend und nicht besonders zukunftsorientiert ist. Körper würde außerordentlich gerne einfach loslassen, sich überschwemmen und zermalmen lassen von dem, was dort droht, aber ich lasse ihn nicht – allein schon aus dem absoluten Unverständnis heraus, dass erst 2/3 des Weges geschafft sind und er sich schon anstellt, als wären wir am Ziel. So nicht, mein Lieber. Wir waren schon ganz woanders, also bilde dir nicht ein, jetzt schon einknicken zu dürfen.

Kaskade

Würde ich auf Körper hören, läge ich seit Wochen gestern Abend durchgehend im Bett. Aber sowas fange ich natürlich gar nicht erst an. Wo kämen wir denn denn da hin. Am Ende will er auch noch was essen. Als würde es nicht ausreichen, was er bekommt. Tz.
Lieber schleifen wir ihn spazieren und halten ihn anschließend koffeiniert und dauerbeschallt, damit er immerhin aufrecht sitzen und sowas wie wach bleibt.
Die Woche war unfassbar anstrengend. Mein Glitzerfluffzaubereinhorn steht nass im Regen und hat miese Laune – ich auch. Also theoretisch, wenn ich wüsste, wie ich mich fühle – außer sehr allumfassend fertig. Alles brennt. Und am Ende ist nur Asche übrig, mit der ich den Sturm überstehen soll.

Ausgedacht

Irgendwann im Laufe des Tages muss ich einen Tab geöffnet haben, der sich aufgehängt hat und jetzt geht er nicht mehr zu und mir auf den Keks.
Das Beste Mittel gegen solche Überflüssigkeiten wie Gefühle ist ja Konsum. Ablenkung. Wenn das gerade nicht per Arbeit, Sport oder anderweitiger mehr oder weniger körperaktiver Beschäftigung geht, ist Hunger und Essensplanung sehr willkommen, aber wenn das alles hübsch routiniert abgearbeitet ist, bleibt nur … °boingboingboing°

Und da endet mein gestern begonnener Blogpost, weil Schwarz samt ihrer Kreativität gemeinsam mit meiner Konzentration unter einem Bällebad – in eine Hüpfburg geschüttet – untergeht. Es war wohl etwas zu viel Koffein.
Aber weil ja heute immer noch Wochenende ist und damit mein Tagesplan dem gestrigen doch sehr ähnelt – gammeln, bitte nicht denken und noch viel weniger was fühlen – mache ich heute weiter. Mit weniger Koffein und dennoch erschreckend eingeschränktem Denkvermögen.

…, bleibt nur YouTube. Ich konsumiere munter Sinnlosigkeiten vor mich hin und warte darauf, dass der Tag vorüber geht. Aber der Tab ist immer noch offen. Und nervt. Weil da irgendetwas ist, was gedacht werden will, aber ich werfe einfach so viel Input in mich hinein, dass Ratio nicht dazu kommt, sich mal näher damit zu beschäftigen.