Würde ich auf Körper hören, läge ich seit Wochen gestern Abend durchgehend im Bett. Aber sowas fange ich natürlich gar nicht erst an. Wo kämen wir denn denn da hin. Am Ende will er auch noch was essen. Als würde es nicht ausreichen, was er bekommt. Tz.
Lieber schleifen wir ihn spazieren und halten ihn anschließend koffeiniert und dauerbeschallt, damit er immerhin aufrecht sitzen und sowas wie wach bleibt.
Die Woche war unfassbar anstrengend. Mein Glitzerfluffzaubereinhorn steht nass im Regen und hat miese Laune – ich auch. Also theoretisch, wenn ich wüsste, wie ich mich fühle – außer sehr allumfassend fertig. Alles brennt. Und am Ende ist nur Asche übrig, mit der ich den Sturm überstehen soll.
Schlagwort: Kopfsalat
Nonverbal
Me
°kuschelt sich zum Einschlafen ein, weil wichtiger Termin morgen und so°
Gehirn
Mag sein. Aber hast du schonmal darüber nachgedacht?
Me
°denkt darüber nach°
Jetzt dann aber! Letzte Nacht war schon so kurz.
Gehirn
Ja. Aber bedenke!
Me
°bedenkt°
Jetzt aber wirklich! Gründe und so!
Gehirn
°tut so, als würde es wegnicken°
Blase
°Überraschung!°
Me
°geht pieseln°
°kriecht wieder ins Bett°
Darf ich jetzt?
Gehirn
°lacht°
Warum noch gleich wartest du eigentlich seit x Tagen auf deine nächste Mens?
Me
°weil halt°
°überlegt tatsächlich, dass es gerade nicht so geil läuft°
°googelt und denkt, was sich so frühstücken ließe°
°findet den Gedanken außerordentlich vernünftig und gruslig°
Blase
°Überraschung!°
Me
°geht pieseln°
°kriecht wieder ins Bett°
°schielt auf die Uhr und gähnt°
Gehirn
°gähnt auch°
°macht das Licht aus°
°feiert Party°
Me
Ich kann dich hööören!
Gehirn
Oh, sorry not sorry! Blog?
Me
°mag nicht, weil immernoch spät und müde und Gründe°
°kneift die Augen zu°
…
…
°greift zum Handy°
°bloggt°
Gehirn
°hält mich für bekloppt, weil spät und heute wichtiger Termin und so°
Interiors
Etwas sehnsüchtig denke ich an die identisch medikamentierten knapp 13 Stunden Schlaf der vorigen Nacht zurück, als ich jetzt nach nicht einmal der Hälfte und noch mitten in der Nacht meine nur-so-semi-Wachheit darauf verschwende, gedanklich Dinge in meinem Leben zu ändern, statt Dinge in meinem Leben zu ändern.
Brandopfer
Da eine Löschung unmöglich scheint und ich die Flammen schon wieder und seit zu langer Zeit nur mit Backburning bekämpfe, wundere ich mich nicht so richtig darüber, dass Körper auf den Stress nicht nur mit einem gepflegten kleinen Nervenzusammenbruch auf die Reste meines Teams, das trotz aller Bemühungen in immer kleinere Trümmerteile zerfällt, reagiert, sondern gerade auch keinerlei Kapazitäten zum Menstruieren zur Verfügung stellt. Stattdessen investiert er einen Teil seiner nicht-Energie in lustige Verdauungsbeschwerden – über die maximal Rosa sich freut – und anderen Körperkram, so dass ich heute nicht mal spazieren gehen mag. Das wiederum mag Rosa gar nicht, aber ich rede mich raus mit der Nähe der Sanitäranlage und dass ich ja schon einkaufen war, das Bad geputzt und das Erdgeschoss gestaubsaugt habe. Hm, sagt sie.
Augenwischerei
Die Wahrheit blickt mich heutefrüh im Spiegel an und wenn ich nicht ziemlich sicher nicht gestern in eine Rauferei verwickelt gewesen wäre, könnte selbst ich die Ringe unter meinen Augen für Veilchen halten.
Dabei liegt keine durchzechte Nacht hinter mir, sondern bloß eine hungrige. Wieder mal, und deutlich zu häufig vorkommend in letzter Zeit.
Ab morgen – vielleicht.
Ausgedacht
Irgendwann im Laufe des Tages muss ich einen Tab geöffnet haben, der sich aufgehängt hat und jetzt geht er nicht mehr zu und mir auf den Keks.
Das Beste Mittel gegen solche Überflüssigkeiten wie Gefühle ist ja Konsum. Ablenkung. Wenn das gerade nicht per Arbeit, Sport oder anderweitiger mehr oder weniger körperaktiver Beschäftigung geht, ist Hunger und Essensplanung sehr willkommen, aber wenn das alles hübsch routiniert abgearbeitet ist, bleibt nur … °boingboingboing°
Und da endet mein gestern begonnener Blogpost, weil Schwarz samt ihrer Kreativität gemeinsam mit meiner Konzentration unter einem Bällebad – in eine Hüpfburg geschüttet – untergeht. Es war wohl etwas zu viel Koffein.
Aber weil ja heute immer noch Wochenende ist und damit mein Tagesplan dem gestrigen doch sehr ähnelt – gammeln, bitte nicht denken und noch viel weniger was fühlen – mache ich heute weiter. Mit weniger Koffein und dennoch erschreckend eingeschränktem Denkvermögen.
…, bleibt nur YouTube. Ich konsumiere munter Sinnlosigkeiten vor mich hin und warte darauf, dass der Tag vorüber geht. Aber der Tab ist immer noch offen. Und nervt. Weil da irgendetwas ist, was gedacht werden will, aber ich werfe einfach so viel Input in mich hinein, dass Ratio nicht dazu kommt, sich mal näher damit zu beschäftigen.