Dreamland

Entzaubert fällt mir die Welt wieder ein, als ich mich doch nur im Bett und nicht eingehüllt in wohlwollendes Mitgefühl und bedingungslose Geborgenheit sowie mit einem Tropf im Arm in einer Klinik wiederfinde.
Denn da lag ich doch gerade noch, vor Sekunden und einer Ewigkeit. Ich weiß, wie ich – wieder einmal, tägnächtlich geradezu – in einem Körper, den Rosa und ich uns mühevoll geschaffen haben, halb absichtlich und gänzlich unkontrolliert auf dem Flur einer Örtlichkeit, in der es gar nicht um mich gehen sollte, zusammensacke. Schwindel, bei dem ich mich anschließend stets frage, ob er den Traum auslöst oder umgekehrt, überkommt mich und lässt Körper nachgeben.
Es folgt sekundärer Krankheitsgewinn Deluxe und ich fühle mich nichts als selig.

Kaskade

Würde ich auf Körper hören, läge ich seit Wochen gestern Abend durchgehend im Bett. Aber sowas fange ich natürlich gar nicht erst an. Wo kämen wir denn denn da hin. Am Ende will er auch noch was essen. Als würde es nicht ausreichen, was er bekommt. Tz.
Lieber schleifen wir ihn spazieren und halten ihn anschließend koffeiniert und dauerbeschallt, damit er immerhin aufrecht sitzen und sowas wie wach bleibt.
Die Woche war unfassbar anstrengend. Mein Glitzerfluffzaubereinhorn steht nass im Regen und hat miese Laune – ich auch. Also theoretisch, wenn ich wüsste, wie ich mich fühle – außer sehr allumfassend fertig. Alles brennt. Und am Ende ist nur Asche übrig, mit der ich den Sturm überstehen soll.

Augenwischerei

Die Wahrheit blickt mich heutefrüh im Spiegel an und wenn ich nicht ziemlich sicher nicht gestern in eine Rauferei verwickelt gewesen wäre, könnte selbst ich die Ringe unter meinen Augen für Veilchen halten.
Dabei liegt keine durchzechte Nacht hinter mir, sondern bloß eine hungrige. Wieder mal, und deutlich zu häufig vorkommend in letzter Zeit.
Ab morgen – vielleicht.