Antworten

Am relativen Ende einer nicht vollständig rekonstruierbaren Assoziationskette, in der es um nicht weniger als sehr existentielle Fragen geht, sammle ich Dinge, die ich mit auf eine einsame Insel – auf der die Überlebensgrundlagen vorhanden sind – nehmen würde und stelle mir plötzlich die Frage, ob ich mich denn dort mit hin nehme. Also, nehmen will, denn egal ob hypothetisch oder nicht, ich wäre in jedem Fall ja dort – im hypothetischen Fall wäre ich ja sogar vor mir da. Glaube ich. Aber darum geht es nicht, auch wenn mein Kopf sich lieber an dieser Überlegung als an der ursprünglichen Fragestellung festbeißt.

Splitter

Ich liege in viel zu viele Teile zerstreut am Boden um mich herum. Mich wieder zusammenzusetzen scheitert am nicht vorhandenen Kleber, dem Unwillen, ebenjenen zu suchen und daran, dass kein Teil mehr zum Anderen zu passen scheint.

TabulaRasa

Weißes Rauschen in einem weißen Raum, ich mittendrin. Der Blick durch das Bullauge der Tür, über der die nur schwer zu entziffernde Inschrift Exit prangt, offenbart nur noch mehr Weiß in beängstigend gleichförmiger Unendlichkeit. Ich will dort nicht raus. Ich will nicht hier sein. Das Rauschen dröhnt unerträglich in meinen Ohren und ich kann weder mich selbst, noch irgendetwas sehen. Ich lechze nach Farbe. Rosa wäre schön.

Verdichtet

Es ist ruhig hier im Außen. Dafür ist es im Innen unglaublich laut und ungeordnet und schmerzhaft und diffus. Rosa ist seltsam unpersonifiziert. Agiert in der Tiefe, versteckt und im Dunkeln.
Die Intensität von einfach allem bringt mich fast um den Verstand. Die absolute Ehrlichkeit, mit der ich den Therapeuten und mir selbst begegne, ebenfalls.