Die Wahrheit blickt mich heutefrüh im Spiegel an und wenn ich nicht ziemlich sicher nicht gestern in eine Rauferei verwickelt gewesen wäre, könnte selbst ich die Ringe unter meinen Augen für Veilchen halten.
Dabei liegt keine durchzechte Nacht hinter mir, sondern bloß eine hungrige. Wieder mal, und deutlich zu häufig vorkommend in letzter Zeit.
Ab morgen – vielleicht.
Monat: Januar 2022
Heuhaufen
Weil Körper die zugegeben etwas begrenzten Ressourcen aus mir unerfindlichen Gründen nicht für die aus meiner Sicht sehr viel nötigere Wärmeproduktion einsetzt, sondern stattdessen Orange mit Hirn und einer aufrechten Sitzposition umsorgt, sitze ich bei 23,9 Grad mit Langarmshirt, einer wirklich dicken Sweatjacke und meiner eigentlich-draussen-Daunenweste im sonnendurchfluteten Wintergarten HomeOffice und merke zu spät, dass das am Telefon zwar keiner hören, in der Teams-Besprechung aber alle sehen können. Immerhin ist eine:r meiner deutlich weniger winterlich angezogenen Gesprächspartner:innen so freundlich, die eigentlich unterhalb der Kamera befindliche Wärmflasche ins Bild zu halten und rettet mich damit zumindest etwas aus meiner Verlegenheit.
Das Boostern morgen mit bisher unbekanntem Impfstoff ist da sicher eine richtig gute Idee.
Ausgedacht
Irgendwann im Laufe des Tages muss ich einen Tab geöffnet haben, der sich aufgehängt hat und jetzt geht er nicht mehr zu und mir auf den Keks.
Das Beste Mittel gegen solche Überflüssigkeiten wie Gefühle ist ja Konsum. Ablenkung. Wenn das gerade nicht per Arbeit, Sport oder anderweitiger mehr oder weniger körperaktiver Beschäftigung geht, ist Hunger und Essensplanung sehr willkommen, aber wenn das alles hübsch routiniert abgearbeitet ist, bleibt nur … °boingboingboing°
Und da endet mein gestern begonnener Blogpost, weil Schwarz samt ihrer Kreativität gemeinsam mit meiner Konzentration unter einem Bällebad – in eine Hüpfburg geschüttet – untergeht. Es war wohl etwas zu viel Koffein.
Aber weil ja heute immer noch Wochenende ist und damit mein Tagesplan dem gestrigen doch sehr ähnelt – gammeln, bitte nicht denken und noch viel weniger was fühlen – mache ich heute weiter. Mit weniger Koffein und dennoch erschreckend eingeschränktem Denkvermögen.
…, bleibt nur YouTube. Ich konsumiere munter Sinnlosigkeiten vor mich hin und warte darauf, dass der Tag vorüber geht. Aber der Tab ist immer noch offen. Und nervt. Weil da irgendetwas ist, was gedacht werden will, aber ich werfe einfach so viel Input in mich hinein, dass Ratio nicht dazu kommt, sich mal näher damit zu beschäftigen.
Mutausbruch
Manchmal* muss man son Team einfach mal am Stück zusammenfalten. Nicht, weil es vorher entfaltet war, sondern so zerknittert, das nur noch laut raschelt und einreißt, sobald man an einer Stelle was gerade rücken möchte. Mal gucken, wie lange es jetzt so hübsch verdattert da steht.
*also, heute. aus gründen. und in derart ungefilterter weise zum allerersten mal überhaupt in meiner funktion als teamleiterin.