Märchenpark

Gibts die eigentlich noch? In meiner Kinheit jedenfalls gab es sie. Kleine, vermeintlich schnuckelige (Wald-)Märchenparks für die ganze Familie, mit kleinen und großen Dioramen, mechanischen Figuren und Lautsprechern, aus denen das passende Märchen erzählt wurde.
Mein Bruder liebte es, meine Eltern waren ganz hingerissen und meine Großeltern ebenfalls. Ich fand sie immer … beklemmend … gruslig … mir fehlt das richtige Wort.
Mein Bruder und meine Familie sahen bunte Geschichten und freuten sich auf jeden Besuch. Für mich war es nicht mehr als ein Pflichtbesuch, und ich sah staubige, vernachlässigte Kulissen, durchgescheuerte Gewänder, hakende Mechanik und hörte dazu das Rauschen und Knistern der Lautsprecher. Ich wollte dort nie sein, aber als Kind hatte ich keine Wahl – oder traute mich nie, zu sagen, dass ich dort nicht hin mochte, weil ich sah, wie jeder funkelnde Augen bekam und ich dachte, dass ich nicht normal bin.

Staub

Märchenparks fielen mir erst vor ein paar Tagen wieder ein, eine Ewigkeit habe ich nicht mehr daran gedacht. Keine Ahnung, warum sie mir jetzt wieder eingefallen sind.

92 – Blind

IMG_8342_bea

Ich frage mich, was mein Gehirn momentan eigentlich die ganze Zeit so tut. Mit Wahrnehmung(sverarbeitung) ist es jedenfalls nicht beschäftigt. Zumindest fühlt es sich seit einigen Tagen so an – als hätte ich einen Tunnelblick und Watte in den Ohren.

Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass ich mich für hochsensibel (HS) halte. Für mich ist das keine Diagnose, sondern lediglich die Beschreibung einiger meiner Eigenschaften, wie es z.B. auch „unmusikalisch“ wäre. Es beschreibt einen Teil von mir – ich trage es ich nicht auf einem blinkenden Schild um den Hals und ist für mich weder Ersatzreligion noch Misssionierungsgrundlage.

Auf das Thema gestoßen bin ich vor rund 3 1/2 Jahren. Ich las eine Zeit lang alles darüber, was ich finden konnte, nachdem das erste Buch eine Offenbarung für mich war. Ich musste weinen, weil ich auf einmal so viel verstand.
Weiterlesen