Licht ist, wenn man keins hat, ist es dunkel.
Aber ich habe ein Streichholz gefunden. Und das macht im Vergleich zur Abwesenheit jeden Photons einen immensen Unterschied.
Ich geh mal eine Kerze suchen.
Schlagwort: Gedankensalat
Mankei
Es geht mir gut, auch wenn es da ein mehr oder weniger scharf abgegrenztes Aber gibt, das ständig vor mir im Weg rumsteht.
Eigentlich steht es da ja ganz gut, weil es auf dem unheimlich anmutenden Loch steht, in das ich garnicht so genau reinsehen möchte. Aber Loch und Aber sind auch ziemlich anhänglich, so dass ich sie fast immer im Blickfeld habe, außer wenn ich etwas mache. Egal was, hauptsache es ist was mit Bewegung. Wandern, Spazieren, Studio. Aber Abends ist das Aber dann meistens ziemlich angepisst und fragt mich mit hochgezogener Augenbraue und einem passiv-aggressiven Unterton, ob ich nicht vielleicht auch einfach mal Nichts machen könnte. So richtig echt gammeln. Und abends stimme ich überzeugt zu, mit dem festen Willen, den Wecker heutefrüh nur und ausschließlich dazu zu nutzen, Schatz zu sagen, dass ich nicht aufn Berg latschen, sondern den Tag im Bett oder maximal auf der Couch verbringen möchte – muss! – weil die sonst weint und sich nutzlos fühlt.
Aber dann geht der Wecker und es ist früh und Sommer und die schönste aller Tageszeiten und ich habe Energie und Lust und hey, es ist halt schön aufm Berg! Also gehen wir, sehen handgroße Libellen, flauschige Murmeltierhintern und keine Gämsen, aber davon hatten wir dafür beim letzten Mal schon Vier und unser Kontingent ist wahrscheinlich damit erst einmal erschöpft. Ja, es ist verdammt scheißschön aufm Berg.
Und jetzt kann ich gammeln. Keinen ganzen Tag, nichtmal einen halben, aber das Aber wird ein bisschen kleiner und es scheint etwas Sonne ins Loch. So gruslig ist es garnicht. Ich muss nur ab und zu mal reinsehen.
Untergrund
Schwarz bockt, weil sie in den letzten Tagen (Wochen! sagt sie) deutlich zu kurz kam und mir nun jegliche literale Kreativität verweigert, dabei gäbe es so viel zu sortieren. Aber ohne hübsche Worte mag ich das nicht. Jetzt bocken wir beide.
Destillat
Mir einzugestehen, dass Trocken sein manchmal nichts mit flauschigen Badetüchern zu tun hat, lässt ebenjene seltsam kratzig erscheinen.
⦁
Ginvoll ist dieser Beitrag jetzt nicht.
Meta
Ich wollte das in Ruhe mit den Beiden diskutieren. Mit Rosa die Tatsache, dass dreistellige Tagesbilanzen dann echt ein bisschen arg wenig sind und mit dem Parasit, dass die Pflaster am Arm bei dem Wetter auf Dauer blöde weiße Flecken hinterlassen. Allerdings sind beide nicht besonders sachlich und finden meine gar nicht so wenigen Argumente nur so semi.
Also gut. Unsachlich kann ich auch.
Aber es endet dann doch nur damit, dass wieder einmal darüber nachdenke, nachdenken zu müssen. Und endlich reden sollte, ich aber keinen Schimmer habe, wie ich das anstellen soll, ohne dass ich die beiden vorher Genannten gemeinsam mit meinen Hemmungen unter den Tisch trinke.
Abnorm
°Triggerwarnung°
Manche Entscheidungen müssen einfach getroffen werden. Nicht, weil man sich für oder gegen etwas entscheiden will, sondern weil… Weil halt. Und so entscheide ich mich. Suche nicht weiter nach ambulanten Therapeuten, halte Rosa weiter ein bisschen zu viel an der einen Hand und den Parasit an der anderen. Ich habe keine Lust mehr darauf, zu Warten und gehe stattdessen langsam, aber beständig, rückwärts, während ich versuche, es nach Babyvorwärtsschritten aussehen zu lassen. Auch für mich. Besonders für mich.
Zu sagen, es hat sich verselbstständigt, wird der Sache irgendwie nicht gerecht. Aber anders kann ich trotzdem nicht erklären, warum ich seit nunmehr fast 5 Wochen außerhalb der Klinik die Tage, an denen ich kein Pflaster an teilweise deutlich mehr als das verlangenden Wunden am Arm habe, im einstelligen Bereich ansiedeln muss.
Dabei bin ich meine eisenmangelbedingten Restless-Legs gerade munter vor mich hin supplementierend losgeworden, als heute wieder einmal ein Upsmoment unter der Dusche entsteht, der so nicht ganz geplant, aber auch nicht unwillkommen ist. Tiefschürfend.