93 – Watte

Ein dümmliches Grinsen im Gesicht. Watte im Hirn. Kaffee für mich und Schatz gemacht, während er draußen saß, und nicht nur Likör, sondern auch Schnapps getrunken. Zu wenig, dass er es merkt, genug, dass ich es merke. Deutlich.

Warum? Frage ich mich später. Und streichle versonnen über mein flauschiges Hirn.

41 – Wanted: Feelings

Bald gehts in Urlaub – und ich frage mich, wo  meine Gefühle sind. Wenn mich jemand fragt, dann sage ich, dass ich auf den Urlaub freue. Natürlich.
Aber wenn ich genauer zu ergründen versuche, was ich gerade fühle, ist da nicht viel. Doof das.
IMG_20180417_143135_xsWenn überhaupt, dann sind da eher die Negativen: Sorge, dass das Wetter nicht gut sein könnte oder Bedauern, weil ich wahr-scheinlich unsere letztes Jahr neu ausgepflanzten Tulpen beim Blühen verpasse.
(Vor-)Freude findet sich da nirgends, auch wenn ich tiefer wühle.

Und wenn ich genau darüber nachdenke, sind die positiven Gefühle schon seit (zu) langer Zeit verschwunden – so dass ich mich frage, ob ich sie vielleicht nur nicht erkenne, oder zu viel erwarte. Doch dann kommt ein Abend wie gestern, ich mache meinen wiederentdeckten Sport, bin durchflutet von Endorphinen und fühle „es“ – in einer Intensität, die mich fast durchdrehen lässt. Und die so schnell wieder verschwinden, dass es mir anschließend wie ein Traum erscheint.
Für mich der Beweis, dass ich nicht zu viel erwarte oder sie einfach nicht erkenne, sondern dass sie in meinem restlichen Leben abhanden gekommen sind und irgendwo vor sich hin verstauben.
Und ich weiß nicht, was ich mit dieser Erkenntnis anfangen soll…

25

Ihre Gedanken waren wie ein kosmischer Nebel. Riesig groß und nahezu endlos sah der Nebel aus jeder Richtung etwas anders aus. Mal war er dichter, mal wie ein leichter Dunst, und schillerte in den unterschiedlichsten Farben. Alles war in Bewegung, formte sich stets neu und vermischte sich. Konturen bildeten sich heraus und wurden zu unzähligen Sternen, die hell und flammend alles um sie herum erleuchteten und wärmten.

Die dunkle Materie, die sich im Schatten zwischen dem Nebel verbarg, war anders. Weiterlesen „25“