Ich bin auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe. Die Therapie endet bald, und ich denke, dass es mir helfen würde, weiterhin einen Ort zu haben, an dem ich über die Depression reden kann.
Also suchte ich mir im Internet die Finger wund, und bat auch Frau Therapeutin um Hilfe. Das Ergebnis?
Nö.
Es gäbe zwei Möglichkeiten. Einmal in der Stadt, in der ich arbeite. Jeden zweiten Mittwoch von 18-20 Uhr – da sich dann heimfahren nicht lohnt, hätte ich mit Fahrzeit einen 15-Stunden-Tag vor mir und brauche dann erst recht eine Selbsthilfegruppe 😉 Oder in der nächstgrößeren Stadt, 18.30-20 Uhr. Genauso sinnfrei, da 35 km entfernt, dann fahre ich bloß hin und her an den Tagen.
Ich wohne nahe einem Ort (8km entfernt), in dem es gefühlte 20 psychosomatische Kliniken gibt. Aber keine SHG, weil das Einzugsgebiet deutschlandweit ist.
Landleben halt.
Das ist der Preis vom Landleben. Eine Therapeutin habe ich dank der Kliniken etc. zum Glück schnell gefunden, aber jetzt…
Ich fühle mich wie besessen von dem Gedanken, eine SHG zu brauchen (vielleicht würde es mir nichtmal taugen, wer weiß?), und ich fühle mich total hilflos, dass ich nichts brauchbares finde…
