77 – Möbius?

Meine zweite Therapie endet bald, ich habe nichtmal mehr zwei handvoll Stunden übrig – Zeit für einen Rück- und Ausblick.

Der Anfang.

Meine erste Therapie (die ich viel zu spät, nämlich erst 2014 begann, aber das ist eine andere Geschichte) war tiefenpsychologisch. Hilfreich, um mich besser zu verstehen und die Vergangenheit, die mich zu dem Zeitpunkt wieder sehr stark belastete, aufzuarbeiten. Aber irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich das Gefühl hatte, meine Therapeutin zu langweilen. Das sagte ich ihr – und auch, wenn sie versuchte, mich vom Gegenteil zu überzeugen, war ein Bruch entstanden, der mich das Ganze vorzeitig beenden ließ.
Weiterlesen

75 – Offline

Ich kann nicht denken. Jemand hat den Stecker zu meinem Gehirn gezogen und ich habe keine Ahnung, wie ich die Verbindung wieder bekomme. Ich fühle mich amputiert, etwas fehlt.
Gleichzeitig ist mein Urlaub entspannter, als ich zu hoffen gewagt hätte. Die wichtigsten Fragen sind die nach dem nächsten Ausflug und wann ich was nicht esse.

Ich weiß nicht, wie ich das finden soll. Ich würde das gerne genießen, aber ich kann nicht. Ich WILL denken, ich WILL mich mit diversen Themen beschäftigen, aber es geht einfach nicht.

Meine Konzentration ist auf dem gleichen Niveau wie mein Denken – bei Null – und meine körperliche Leistungsfähigkeit gesellt sich zusammen mit meiner Kreativität auch dazu. Ich mag das nicht. Ganz und garnicht.