
Das Meer. Die Wellen schlafen nie, es ist immer in Bewegung. Mal sanfter, fast hypnotisch, mal kräftiger, so dass es den Untergrund aufwühlt und neue Steine an den Strand spült.
Mein Kopf. Die Gedanken schlafen nie …
Hellschwarz bis Dunkelbunt

Das Meer. Die Wellen schlafen nie, es ist immer in Bewegung. Mal sanfter, fast hypnotisch, mal kräftiger, so dass es den Untergrund aufwühlt und neue Steine an den Strand spült.
Mein Kopf. Die Gedanken schlafen nie …
…gehen mir gerade durch den Kopf, die ich gerne näher durchdenken und aufschreiben würde. Drei Ansätze habe ich gestartet, und alles wieder gelöscht, weil ich es nicht zuende denken kann. Mir fehlt die Konzentration, ich fühle mich erledigt.
Mein Hunger ist zurück, der Appetit kommt langsam. Mein BMI ist bei 20,2 hängen geblieben, und ich weiß nicht, ob ich es gut oder schlecht finde. Erstaunlicherweise finde ich meinen Körper gerade sehr okay, es müsste gar nicht weniger sein. Aber ich weigere mich, ihm so viele Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, wie er eigentlich bräuchte. Ich esse deutlich zu wenig, und merke, wie es auf meine Leistungsfähigkeit schlägt. Wieder die zwei Meinungen in meinem Kopf: die Vernünftige, die sich denkt, dass ich essen muss (und es ja auch gerne mache, ist ja lecker), damit ich gesund bleibe und mich um mich kümmern kann, und die Kontrollierende, die sich diesen Anker der vermeintlichen Selbstbestimmtheit nicht nehmen lassen will (und wirklich gerne Magersüchtig wäre, weil es dann nichts mehr wäre, was ich verstecken kann).
Morgen ist die Katastrophe (vielleicht schreibe ich es mal auf, wenn alles vorbei ist) 8 Wochen her. Und wir haben einen wichtigen Termin, bei dem sich herausstellen wird, ob es schon morgen (fast) vorbei ist, oder der Alptraum weitergeht.
Ich verdränge die Gedanken daran, so gut es geht, um mir weder zu viele Sorgen, noch zu viele Hoffnungen zu machen. Auch nur ein Tag, der irgendwann vorbei sein wird.
Das Schwierige am Suchen ist nicht das Finden. Das Schwierge ist, zu wissen, was ich eigentlich suche…
Ein Stein weiß nicht, dass er ein Stein ist. Und trotzdem ist er ein Stein. Auf der Suche nach mir selbst bin ich vermutlich mehr als ein dutzend Mal an mir vorbei gelaufen, ohne mich zu bemerken. Auch wenn ich mir noch so fest vorstelle, ein Stein zu sein, ich bin keiner. Wer also bin ich? Eine Lichtmalerei zwischen den Zeilen der Zeit, eine Ansammlung von Sternenstaub im Universum, ein zufälliger Gedanke?
28.02.2016
Leben ist Nebel nur rückwärts.
11.10.2015
Chaos. Grenzenloses, nicht beherrschbares Chaos. Mein Kopf ist voll mit Gedankenfetzen. Sie sind so schnell, so unfassbar viele, dass sie sich gegenseitig zerreißen. Meine Konzentration will jedem einzelnen davon folgen und verliert sich. Meine Augen flackern, mein Kopf versucht vergeblich, die Fetzen zu halten, zu ordnen. Mein Herz jagt ihnen hinterher, aber holt sie nicht ein. Jeden seiner Schritte brüllt es mir ins Ohr, um den Lärm zu übertönen, der von anderswo kommt. Grelles, monotones Pfeifen, mein stampfender Puls, alle Geräusche kämpfen um Gehör, werden lauter und drohender. Keine Rücksicht, jeder Laut, jeder Gedanken will beachtet werden und kämpft mit Krallen und Zähnen um die Vorherrschaft.
Chaos. Allumfassend. Auflösend.
14.09.2015