Brett

Das staubige Brachland meiner eigenen Gefühlswahrnehmung entpuppt sich als zerklüfteter und seit unbestimmter Zeit trockengelaufener Meeresgrund, den gerade ein Tsunami an eigenen und empathisch aufgeschnappten Emotionen samt langzeitabwesender Buchstabensuppe benetzt.
Ursächlich dafür dürfte der sich nicht nur in ausgeprägten BrainZaps zeigende Mangel an SSRI sein, der mit Ausschleichen ungefähr so vergleichbar ist wie die zu erwartende Brandung mit frühmorgendlichem Nebeldunst.
Harren wir der Dinge, die da kommen.

Reizthema

Weidekätzchen. Der natürliche Körpergeruch von Schatz. Orgelspiel. Disney-Filmenden. Ich bin berührt und stelle fest, dass ich es seit über 2 Jahren nicht war. Keine Frage, ohne SSRI wäre ich auch sonst einfach nicht(s) mehr, aber dass nicht nur Untiefen untiefer, sondern auch alles andere einfach unbedeutend flacher ist, stand nicht im Beipackzettel – und sagt einem auch keiner.
Also taste ich mich langsam wieder an meine Emotionen ran, hoffend, nicht überrannt und niedergetrampelt zu werden – das übernehmen die Absetzerscheinungen zur Genüge.

Derweil. Postet meine von Entzug und Katastrophenterminen unbehelligte Mama ein Spruchbild in ihrem WhatsApp-Status und ich weiß nicht, ob ich weinen, eskalieren oder – thematisch passend – kotzen soll. Augenrollen jedenfalls fällt aus, weil BrainZaps.
Ohne Reproduktionsabsicht dennoch das Zitat:
Natürlich dürfen dicke Menschen kurze Kleidung tragen! Dumme Menschen reden ja auch.
Und erstellen Spruchbilder. °Kalmar!°