Gedankensprünge

Irgendetwas in meinem Kopf lacht irre. Gestern hat es den ganzen Tag in der Arbeit damit verbracht, Lieder zu singen. Jetzt macht es beides gleichzeitig.

Ich will schreien und heulen.

Ich bin wütend.

Ich will mich verkriechen.

Ich spüre meinen Körper nicht richtig. Oder mehr als sonst. Ich hasse das.

Ich bin fett weil die Waage einen eingebildeten Millimeter weiter rechts stehen geblieben ist.

Ich bin so nervös, dass mir schwindelig ist.

Ich habe, dafür dass es heute so weit ist, erstaunlich gut geschlafen, was ich seltsam finde.

Meine Hände schwitzen und zittern.

Wah.

Skilling me softly

Nach gestern Abend fühle ich mich eklig. Mir ist – und dabei ist es egal, ob vom Essen oder vom Likör – übel, ich habe Kopfweh. Ich würde nicht so weit gehen, das als Kater zu bezeichnen, aber trotzdem geht es mir nicht so richtig gut.
Aber der Rausch… derzeit würde ich so ziemlich alles nehmen, was irgendwie den Kopf ausschaltet. Alles, damit ich mich ja nicht verletze, weil das ist ja böse. *AchtungIronie*

Skills, um inneren Druck abzubauen, gibt es listenweise. Verstanden habe ich das nie. Dabei kann ich es, siehe Mittwoch. Als die Anderen Schatz und mir noch einmal mit Anlauf in die Rippen getreten haben. Mein Puls lag nach diesem Brief weit jenseits der 120, und unser Weg richtung Bett, den wir eigentlich eingeschlagen hatten, war undenkbar. Also putzte ich die Küche, räumte meinen Kleiderstapel im Schlafzimmer und auch das Wohnzimmer auf. Dinge, die ich unter der Woche sonst nie mache, aber die ich da einfach tun musste.
Aber genau das ist der Punkt. Ich hatte das Bedürfnis, genau das zu tun. Nicht SV, nicht etwas trinken, sondern aufräumen. Danach fühlte ich mich etwas besser, es hat geholfen.

Ich will nicht denken. Ich will nicht fühlen. Ich will, dass der Tag das Wochenende die Tage bis zum Termin das Alles schnell vorbei ist. Und nach einem Triggermoment bei einer OnlineTV-Sendung vorhin will ich mich verletzen. Ja, ein Rausch wäre auch toll, aber ich weiß, eine Verletzung würde – im Sinne der Wirksamkeit – länger vorhalten. Immerhin, das letzte Mal war vor 8 1/2 Monaten.

Ich skille jetzt schaue jetzt TV.

Entrückt

Ein Abend im Restaurant, zu viel Essen, zu wenig Alkohol. Die Bilanz eines Abends, den ich nun allein auf dem Sofa mit einer Flasche selbstgemachtem Likör ausklingen lasse. Viel zu viel Zucker! schreit mein Kopf, der sich noch über das zu viel! an Essen Gedanken macht, während der Alkohol langsam seinen Job erledigt.
Es ist mein fester Vorsatz, mich zu betrinken. Nach einer Woche, in der ich an 5 Werktagen fast 6 Arbeitstage geleistet habe und in der die Anderen es sich nicht haben nehmen lassen, Schatz und mir nochmal zwischen die Rippen zu treten, während wir am Boden liegen und warten, dass die Katastrophe endlich vorbei ist.
Weil es Schatz mehr zusetzt als mir, springt mein Gehirn sofort in den mir schon bekannten Beschützermodus. Eigene Gefühle aus, extrem funktionaler und unterstützender Modus an. Der Zusammenbruch folgt, wenn es Schatz besser geht. Ziemlich Sicher.

Entrückt ist der einzige Begriff, der mir dazu einfällt. Als wäre ich meilenweit von meinen Gefühlen und Bedürfnissen entfernt. Arbeiten, nicht denken. Wohnung aufräumen, nicht denken. Putzen, nicht denken. Trinken, nicht denken.

Irgendwie muss dieses Wochenende vorübergehen. Irgendwie muss die Zeit vorübergehen, bis der Termin am Mittwoch stattfindet. Irgendwie muss ich weitermachen. Irgendwie muss ich versuchen, nicht durchzudrehen.

Irgendwie sollte ich aufhören, mit Vorsatz zu trinken. Aber nicht heute.