Overload

Mir deucht, es könnte gerade die ein oder andere Baustelle zu viel in meinem Leben sein.
Orange. Die enthusiastisch an etwas arbeitet, was auf dem Papier ganz wunderbar aussehen, in echt aber voll gegen die Wand fahren wird – was sie ziemlich genau weiß, weshalb sie mindestens zur Hälfte auch resigniert und genervt ist.
Rosa. Die weder will, noch tut, was ich von ihr möchte, geschweige denn, was vernünftig und zukunftsfähig wäre.
Der Parasit. Der nach wie vor an meinen blanken Nerven nagt und instinktgetrieben meine Autorität untergräbt.
Körper. Der munter vor sich hin funktioniert – nur nicht so, wie er soll.
Ich. Die ich an der Unsicherheit der Welt im Allgemeinen wie meiner im speziellen zu verzweifeln drohe, weil es einfach genau Nichts gibt, was noch verlässlich scheint.
Orange, Rosa, der Parasit, Körper, das bisschen Rest-Ich und mein Chef, die alle bitte gerne meine ungeteilte Aufmerksamkeit hätten, rupfen an mir herum und ich stehe da und zerreiße langsam.

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