Dekonstruktion

Langsam sickert die Tragweite dessen, was ich entschieden habe, in mein Bewusstsein durch. Ich bekomme so etwas wie Heimweh, obwohl dank Feiertag am Donnerstag und terminfreiem Wochenende bisher nur Entzug light von Schatz und Zuhause stattfindet und wir uns nur am Freitag garnicht gesehen haben.
Aber ab Morgen geht es hinab in die Tiefen meiner Psyche, und das für die nächsten paar Wochen. Und nach dieser De- und hoffentlich Rekonstruktion meines Innern soll ich dann auch noch wieder zurück in ein Leben finden, das in letzter Zeit keins war.

Wie es mir in letzter Zeit ging, zeigt mir gerade mein Zyklus. Der sich sonst immer jenseits der 30 Tage bewegte, und mir gestern nach nur 23 Tagen sein Ende präsentierte. Dieses Internet beschreibt Stress als eine der Hauptursachen – ich denke, es ist die plötzliche Abwesenheit desselben. Weil ich jeden Tag schwimme und lese und nichts tue, außer auf den Start der Therapien zu warten. Nicht arbeiten, kaum daran denken, abwarten in einer Zuckerwattewolke. Die hoffentlich gut genug klebt, dass ich hier nicht noch mehr von mir verliere, sondern mich wieder zusammensetzen kann.

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