Sonntag, 69. Januar

Die Zeit ist stehengeblieben. Kurz vor der ersten Woche im Februar, als die Katastrophe nicht vorbei war. Erwartet, zwar, aber nicht gehofft. Gehofft war etwas anderes. Seither steht die Zeit.
Ganz oft denke ich zum Beispiel, dass diese oder jene Knospe aber früh dran ist in diesem Jahr – bis ich merke, dass es da draußen schon Mitte März ist, nicht Ende Januar, so wie in meinem Kopf.

Da draußen läuft die natürlich ungetrübt weiter, denn was juckt die Zeit schon meine innere kaputte Uhr. So gehen meine letzten Urlaubstage ins Land, während ich mir wünsche, ich hätte meinem neuen Hausarzt die Ohren vollgeheult, so dass ich vielleicht ein paar Tage Krankschreibung hätte erwirken können. Hab ich nicht. Gewissen sauber, Uhr immernoch kaputt.

Ich fange in Gedanken an, Ausreden Gründe und Begründungen für SV zu finden. Das Sehnen wird stärker, und ein bisschen verstehe ich auch, warum. Weil ich erst die Fenster zugenagelt habe, dann die Tür, und mich nun wundere, warum nichts von dem, was in meinem Kopf passiert, nach außen dringt. Das Brecheisen finde ich nicht, aber ich weiß, wo die Streichhölzer liegen…

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