F32.1G

Gestern ist mein Zombie-Ich für mich arbeiten. Während ich damit beschäftigt bin, zwischen Schwindel, Kopfschmerzen und allerlei anderem unlustigen Körperkram mein Leben zu zerdenken, tut es so, als würde es seinen Job machen.
Dass andere das wirklich als „Arbeit“ auffassen könnten, was ich da gerade vor mich hin fabriziere, erscheint mir allerdings unmöglich. Ich tue es ja selbst nicht.

Ich schlafe kaum, stattdessen verbringe ich die Nacht, die wieder einmal promillelastig beginnt, damit, weiter alles zu zerdenken, was mir in den Sinn kommt – vorallem die Frage, ob ich heute zum Arzt gehe, obwohl mich niemand dazu zwingt. Als der Arbeitswecker geht, habe ich meine Entscheidung ungefähr 12573 Mal negiert, aber jetzt aufzustehen erscheint mir noch viel unmöglicher, als später beim Doc zu sitzen.

Und auch, wenn ich die Hälfte von dem, was ich mir nachts seitenweise zu sagen ausgedacht habe, vergesse, hört er mir zu und schmeißt mich wider Erwarten nicht mit den Worten, ich solle mich gefälligst nicht so anstellen, raus. Sogar eine AU, die ich meinem ungläubigen Ich vor die Nase halten kann, habe ich nun. Zwei Tage, in denen ich mich mir zuwenden darf und soll. Zwei Tage, in denen ich mich um neue therapeutische Hilfe kümmern soll, und um Termine für Kinesiologie. Gerade spüre ich einen Hauch Zuversicht. Einen klitzekleinen.

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