96 – Grenzüberschreitung

Bald kommen mein Bruder und mein Schwager zum Frühstück, danach haben wir einen Ausflug geplant. Ich möchte nur zurück ins Bett. Meine Grenzen sind weit überschritten, und Schuld bin ich selbst. Weil ich sie kenne, und ignoriere.
So viel Zeit mit anderen zu verbringen, stresst mich enorm. Das Gefühl, fremdbestimmt zu sein, keine Zeit für mich zu haben, keine Rückzugsmöglichkeit.
Und dann kommt der Anteil um die Ecke, der sagt, ich soll mich nicht so anstellen, schließlich sind es nur 2 1/2 Tage, und ich muss mich doch nur zusammenreißen. Also reiße ich mich zusammen, ignoriere den Kopfschmerz, die Gedanken, das Ruhebedürfnis und denke beinahe minütlich an meinen freien Tag am Dienstag, bis zu dem ich es halt einfach aushalten muss.

1 Kommentar zu „96 – Grenzüberschreitung“

  1. Ich habe letztes Jahr etwas gelernt, was ich bis dahin immer wieder bewusst verdrängt hatte: Man muss sich Pausen in dem Moment nehmen, in dem man sie braucht! Pausen lassen sich leider nicht aufschieben… Vielleixht kannst du dir ja doch ein paar Stunden nur für dich nehmen? Ich schicke dir auf jeden Fall viel Kraft und Durchhaltevermögen! ❤️

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