Ent-Spannung

Ich möchte heute meine Erfahrungen zu zwei Entspannungsübungen mit euch teilen. Im Rahmen meiner – bald endenden – Verhaltenstherapie habe ich einige Möglichkeiten kennengelernt, die entspannend wirken können.

Achtsamkeits-Meditation

Das war die erste Übung, die meine Therapeutin mir vorschlug. Wir meditierten gemeinsam, und sie empfahl mir eine (kostenlose) App, die geführte kürzere und längere Mediationen enthielt.
Von der App selbst war ich ziemlich angetan, da es nicht nur viele Varianten, sondern auch kleine Notfall-Meditationen gab. Also legte ich los – mit den Wissen, dass es sich nicht von heute auf morgen perfekt meditiert und es Übung und Zeit braucht, bis es “wirkt“.

Ich bekam diese Art der Meditation wie folgt erklärt: man soll die eigenen Gedanken “beobachten“ und wie Wolken vorüberziehen lassen. Sie also nicht festhalten und auch nicht bewerten, sondern sie einfach wahrnehmen und loslassen. Das selbe gilt für den Körper, also das Atmen wahrnehmen, und z.B. das Gefühl, wenn man dabei auf einem Stuhl sitzt.

Ich plante es also täglich am Abend ein, manchmal auch zusätzlich in meiner Mittagspause. Und ich gab mir wirklich Mühe, aber Entspannung wollte sich einfach nicht einstellen, ganz im Gegenteil. Auch mit Kopfhöhrern und angeleiteter Meditation hörte ich jedes Geräusch. Und anders, als in der Achtsamkeit “gefordert“, konnte ich sie einfach nicht wahrnehmen und vorüberziehen lassen, sondern wurde dadurch regelrecht nervös.
Dazu kam, dass ich mich zunehmend unwohl fühlte – je näher der Zeitpunkt der nächsten Meditation rückte, desto weniger wollte ich es dann auch wirklich tun.

Schließlich entschied ich, dass Meditation einfach nicht mein Ding ist. Auch, wenn sie hoch gelobt wird, und viele darauf schwören, ist es für mich nicht das Richtige.

Progressive Muskelentspannung

Ich erzählte natürlich meiner Therapeutin von meinem Eindruck zur Meditation, die mir daraufhin etwas anderes zeigte: PMR (oder PME), die Progressive Muskelentspannung.

Bei PMR spannt man einzelne Muskelgruppen gezielt so fest an, wie es geht, um sie dann wieder zu entspannen. Dann fühlt man den entspannten Muskeln hinterher, um die eigene Wahrnehmung zu schulen.

Ja, ich muss gestehen, beim ersten Mal kam ich mir schon etwas seltsam vor. Vorallem, als ich meine Gesichtsmuskeln erst an- und dann entspannen sollte. Inzwischen bin ich aber großer Fan von PMR, auch wenn ich das Gesicht auslasse und mich nur um den Rest kümmere 😉
Auch bei PMR schließe ich, wie bei der Meditation die Augen und “gehe in mich“, aber ich bemerke auch unmittelbar nach der Übung einen positiven Effekt, der mich jedes Mal aufs Neue fasziniert.
In der Arbeit bin ich meistens sehr angespannt (was ich inzwischen dank PMR schneller bemerke), was sich bei mir durch extrem kalte Hände und Füße bemerkbar macht. Ich wasche sie mir (also, nur die Hände 😉 schon immer sehr warm, wenn ich zur Toilette gehe, aber auch das hilft nicht. Wenn ich dann an Feierabend Auto steige, kann es die ganze Fahrt (eine Stunde…) dauern, bis sie wieder einigermaßen warm sind. Habe ich aber das Glück, Beifahrer zu sein, mache ich rund 10 Minuten PMR – und bekomme warme Hände und Füße! Und zwar richtig warm.
Auch kann ich mich dadurch – manchmal, es klappt (noch?) nicht immer – fokussieren und meine Gedanken bremsen, ich werde ruhiger. Für mich eine Technik, die ich auf jeden Fall weiterhin anwenden werde!

Was tur ihr, um entspannter zu sein? Habt ihr vielleicht noch Tipps, die ich mal ausprobieren kann?

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