49 – Nightmare

Ich kann zur Zeit nicht viel hier sein. Mache Katastrophen kann man sich nicht ausdenken.

Mein Leben, oder mehr, unser Leben, nämlich meins und das von Schatz, steht in Flammen. Jemand hat uns den Boden unter den Füßen weggerissen und uns, die wir buchstäblich unter Schock in der Luft hingen, in Brand gesetzt.

Wir sind nacheinander zusammengebrochen. Erst Schatz, während ich so stark war, wie ich es selbst nie für Möglich gehalten hätte. Ich war sein Fels und sein Anker. Er hat gerade erst den Blick von Innen wieder nach Außen richten können. Dann hat es heutefrüh mich erwischt. Heulen, nach über einem Jahr heftig verletzt, weiterheulen, Krankenhaus.

Wir sind beide verbrannt, beide schwer verletzt und traumatisiert. Der Schock, der uns am Montag überfiel, lässt nur langsam nach.

Jetzt gerade sehen wir nicht nur die Sonne, sondern spüren sie auch wieder. Wir klammern uns aneinander, wie zwei Ertrinkende, und kämpfen ums überleben.

Findet eure Wut!

Sagte eine liebe Freundin, und sie hat Recht damit. Finden, rauslassen, das ist jetzt wichtig.

1 Kommentar zu „49 – Nightmare“

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