Systemrelevanz

Rosa hatte gestern einen fantastischen Tag – stand sie doch die ganze Zeit im Zentrum meiner Aufmerksamkeit und durfte sich auf Instagram ganz besonders austoben. Immerhin billigt sie dafür gerade, dass ich abends noch ungetrackt diverse Beerensträucher im Garten abgrase, da ist das wohl nur fair.

Körper hat heute keine Lust. Die Treppe, die mich im Homeoffice von der Kaffeemaschine und der Toilette trennt, gleicht dem Everest jedes Mal mehr. Sport?! lautet seine nicht unberechtigt sehr zweifelnde Frage, aber er kennt die Antwort. Rosa gibt sie vor.
Aber er mag nicht. Er mag echt nicht. Also trennt Rosa mich von ihm – noch mehr als sonst. Und beinahe treibt sie es zu weit dabei, denn auch wenn das Gefühl irgendwie interessant ist, neigt der Körper deutlich mehr als einmal zur Selbstaufgabe und nutzt mein nicht mehr konzentrationsfähiges Hirn gegen mich.

Ich stehe daneben und betrachte. Beobachte. Mal fasziniert, mal fassungslos, mal kopfschüttelnd. Abwartend. Die Zeit vergessend, die unwiederbringlich zerfließt.

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